Chronik des Vereins
Narrenclub Königstein: Der Verein mit den drei Geburtstagen


Es gab sie schon immer in Königstein: die Narren. Einen Karnevalsverein aber, gab es lange Zeit nicht, bis 1971 vom FC Königstein, den Königsteiner Rittern, der Chorgemeinschaft, dem Männergesangsverein und dem Fanfarenchor der Narrenring aus der Taufe gehoben wurde. Eine vorbildliche Zusammenarbeit im Bereich der Vereine also, wie sie für Königsteiner Verhältnisse längere Zeit vermisst wurde, jetzt aber mit Unterstützung der Stadt wieder aufgebaut werden soll.


Im Laufe der Zeit ist die Erfahrung gereift, dass Fassenacht ganzjährige Vorbereitung und Aktivität braucht, um erfolgreich zu sein. Ab  1979 wurde also die Königsteiner Narrenzunft gegründet, die sich als 6. Verein in den Narrenring integriert hat. Und wie das Leben so spielt, das Kind Narrenzunft wurde immer mehr erwachsen und hat nach und nach seine Eltern bei der Fassenacht abgelöst. So ist es nicht verwunderlich, dass im Jahr  2005 das Kind die  gemeinsame Institution ganz übernahm und seither als Königsteiner Narrenclub die Regie bei der Fassenacht führt. Unterstützend wirkt die Singgemeinschaft aus Chorgemeinschaft und Männerchor weiterhin mit. 


Ziel des Narrenclubs ist es, in Königstein das Interesse am Brauchtum Fassenacht zu erhalten und zu fördern. Und wenn dann noch Spaß und Freude an den Aktivitäten, am Vereinsleben und den gemeinschaftlichen Zusammenkünften dazu kommt, kann man sagen, das Vereinsziel ist erreicht. 


Fassenacht, das sind in Königstein zur Zeit vier große Veranstaltungen, Kampagneneröffnung (Kleine Fassenachtssitzung), Große Fassenachtssitzung, Weiber- und Kinderfassenacht, die Mitwirkung des Vereins an Fassenachtsumzügen (in diesem Jahr in Oberursel, Fischbach und Oberhöchstadt) sowie mehre kleinere Veranstaltungen, z.B. mit Auftritten in den Oberurseler Werkstätten für Behinderte, in der KVB, bei Altennachmittagen und bei den Postsenioren. Darüber hinaus gibt es auch freundschaftliche Beziehungen zu anderen Karnevalvereinen, vor allem in der Umgebung, die sich gegenseitig mit Auftritten unterstützen, um jeweils das örtliche Programm abwechslungsreicher zu gestalten. Mit der Verleihung des WBWBB-Ordens an aus Sicht des Vereins sich um Königstein verdient gemachte Persönlichkeiten und dem Empfang der Senatoren (das sind tatkräftige Förderer unseres Vereins) zur Vorstellung der Fassenachtsorden sowie einem traditionellen Heringsessen der aktiven Fassenachter an Aschermittwoch rundet sich das Fassenachtsprogramm ab. 


Auch außerhalb der Zeit vom 11.11. bis Aschermittwoch ist der Verein aktiv. Um die „teuer“ gewordene Fassenacht finanzieren zu können (Kostüme, Veranstaltungsräume und auch das Finanzamt kosten ihr Scherflein), nimmt der Verein am Burgfest teil, wirkt mit auf Veranstaltungen anderer Vereine durch z.B. Essen- und Getränkeverkauf und führt einmal pro Jahr eine eigene Sommerveranstaltung durch. 


Aber auch die Brauchtumspflege kommt außerhalb des Jahres nicht zu kurz: Unsere Historische Festungsgarde aus Gardisten, Marketenderinnen und Kindern trifft sich regelmäßig mit anderen Bürger- und Rittergarden aus den Gegenden von Schlüchtern bis Koblenz, marschiert beim Hessentag mit und ist auch bei sonstigen Grillfesten oder anderen Gaudis nicht traurig. Den Vereinsmitglieder werden zudem Möglichkeiten zu gemeinsamen Ausflügen geboten und man trifft sich auch zur Weihnachtsfeier oder zu Clubabenden im Vereinsheim. 



Wenn der Verein 2009 seinen dreißigsten oder 2011 seinen vierzigsten Geburtstag feiern kann, macht uns das glücklich. An dieser Stelle sei auch einmal der Stadt Königstein, ihren Institutionen und Mitarbeitern gedankt, die uns im Rahmen ihrer Möglichkeiten immer gerne unterstützen und damit mithelfen, dass wir die Geburtstagstermine auch erleben werden.


nach oben